Unfugbleibt wieder Thema im Bauausschuss

Hallo an Alle,

wir melden uns mal wieder aus unserem aktiven Ausruhen vom Kampf um unser Wohnprojekt zurück.

Warum tun wir das?

Am Montag wird im Bauausschuss der Stadt Lüneburg wieder über den Antrag abgestimmt das Leben im Bauwagen zu legalisieren. Die SPD hat einen Antrag eingebracht, der das Leben in Tiny Houses (gentrifizierte Bauwagen) in Lüneburg ermöglichen soll.

Da dachten wir uns: WOW! Scheinbar hat die SPD einen Wandel durchgemacht und möchte alternative Wohnformen nun doch in Lüneburg ermöglichen. Deshalb wurde der Antrag erneut eingebracht und wir gehen davon aus, dass der Ausschuss diesen dieses mal annimmt. Denn es ist Wahlkampf und keine Partei möchte doch schlecht aussehen oder gar ihre Wurzeln ihrer Partei hüst nochmals verraten.

Wir sehen deshalb optimistisch in die Zukunft, weil wir entweder am Montag die Bestätigung bekommen, dass das Leben im Bauwagen bei uns wieder möglich sein wird, oder wir werden viel Spaß dabei haben den Wahlkampf zu begleiten und das Thema Recht-Auf-Stadt ins Gespräch zu bringen.

Wir halten euch auf dem Laufenden und freuen uns auf einen Sommer mit euch! Solidarisch, mit Abstand und Maske!

Eine Sache bleibt dabei aber klar: Egal wie am Montag entschieden wird. Wir sind solidarisch mit den Jugendlichen des JUZ Stadtmitte, die verdrängt werden sollen.

JUZ und UNFUG bleibt!🏴

Redebeitrag von Unfug

Gesprochen am 22.5.2021 anlässlich der Demo vom Bündnis Recht auf Stadt durch die Innenstadt zu 150 Jahre Pariser Kommune.

Schön, dass ihr alle heute hier seid, trotz des etwas bescheidenden Wetters und danke für eure Power und diese kraftvolle Demo!
Wir sind heute hier um zu zeigen, dass das Recht auf Stadt für alle gilt – für jede Bewohnerin und jeden Bewohner einer Stadt, unabhängig von Geschlecht, Einkommen oder Herkunft.

Der öffentliche Raum darf nicht nur für irgendwelche Konsum-Interessen herhalten, sondern es gilt ihn auch und erst Recht abseits der kapitalistischen Logik nutzen zu dürfen und vor allem nutzen zu können.

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Redebeitrag von zu 150 Jahre Pariser Kommune

Redebeitrag vom Lüneburger Bündnis Recht auf Stadt, gepsrochen auf den Versammlungen am 22. und 28. Mai 2021

Wir freuen uns, dass ihr heute erschienen seid, um mit uns für ein Recht auf Stadt zu demonstrieren und an die Pariser Kommune zu erinnern.

Aber warum machen wir eine Demonstration mit Bezug auf einen Kampf, welcher 150 Jahre zurückliegt? Die Antwort klingt platt, aber ist trotzdem wichtig: Für uns ist klar, dass Erinnern auch kämpfen heißt.

Wir erinnern heute an den Kampf, welchen die Kommunard*innen ausgetragen haben. Am 18. März 1871 haben die Pariser*innen die Regierung und ihre Armee aus Paris vertrieben und den ersten Versuch einer sozialistischen, anarchistischen Utopie unternommen. Es war der Versuch ein Leben abseits der grausamen Logik des Kapitalismus und der damit einhergehenden Unterdrückung zu ermöglichen.

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Recht auf Stadt und Pariser Kommune – Kundgebung in Kaltenmoor

Kurzbericht mit Bildern vom Eichhörnchen

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Das Bündnis Recht auf Stadt veranstaltete eine Kundgebung auf dem Steffi in Lüneburg Kaltenmoor am 28.5.2021. Anlass war 150 Jahre Pariser Kommune, wie schon eine Woche zuvor.

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Schöne kämpferische Recht auf Stadt Demo

Das war eine schöne Demo! Und wir durften endlich mal durch die Bäckerstrasse, Lüneburgs Einkaufsmeile, laufen. Das Bündnis Recht aus Stadt musste dafür vor dem Verwaltungsgericht klagen… weil die Stadt den Profit vor dem Versammlungsgrundrecht setzt. Es gibt eine schöne Bildergalerie sowie ein kurzes Video, das zeigt, wie skuril die Polizei sich in der Bäckerstrasse verhielt.

Dazu noch eine herzliche Einladung zu nächsten Kundgebung am kommenden Freitag28.05.2021 um 17h auf dem St Stephanus Platz in Lüneburg Kaltenmoor. (Sharepic)

Bildergalerie

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Video Polizeidurchsage in der Bäckerstrasse

(das Video wurde auf Twitter gepostet)

„hier spricht die Polizei. Wir führen aufgrund von Gerichtsbeschlüssen einen Aufzug durch die Bäckerstraße durch. Bitte räumen Sie die Fahrbahn für den Aufzug. Danke für Ihre Kooperation.“

Vive la commune! Recht auf Stadt Demo am 22.5.

Wir teilen gerne den Demoaufruf des Bündnisses Recht auf Stadt
Die Demonstration startet am 22.5. um 14 Uhr, Krankenhauswiese, Lüneburg

Karte mit dem Demoverlauf
Karte mit dem Demoverlauf, auf dem Bild klicken für eine größere Auflösung

Wir teilen heute den Demoaufruf des Lüneburger Bündnisses Recht auf Stadt

Die Demonstration startet am 22.5. um 14 Uhr, Krankenhauswiese, Lüneburg

Das Bündnis hat die Demoroute vorm Verwaltungsgericht erstritten. Die Bäckerstrasse darf genutzt werden. „Es gibt kein Recht auf ungestörten Konsum, auch wenn die Stadtverwaltung das gerne so hätte!“ kommentiert das Bündnis

Aufruf

In der Woche vom 21.-28. Mai jährt sich die Niederschlagung der Pariser Kommune zum 150sten Mal. Bei dem frühen Versuch eine befreite Gesellschaft ohne Hierarchie und Ausbeutung aufzubauen hatten die Pariser*innen die Republikanische Verwaltung aus der Stadt vertrieben.

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Recht auf Stadt – 2 Redebeiträge

Der Prozess gegen den Anmelder des Recht auf Stadt Camps endete am Donnerstag nach 5,5 stündiger Verhandlung mit einer Verurteilung zu 90 Euro Bußgeld, wegen Verstoß gegen die Auflage, keine Musik nach 22 Uhr abzuspielen (Ordnungswidrigkeit). Die Richterin erklärte, es gehe um den formellen Verstoß, nicht darum ob die Versammlungsauflage rechtmäßig war. Sie übte ungewöhnlich scharfe Kritik an das Verhalten der Verwaltungsbehörde, dem Rechtsamt, die mit zwei Vertreterinnen – trotz Begrenzung der Sitzplätze von Zuschauer*innen auf 4 wegen der Coronapandemie – vertreten war. Das Bußgeld, wogegen Einspruch eingelegt worden war, betrug 500 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Betroffene darf einen Antrag auf Zulassung der Rechtsbeschwerde stellen und mit seiner Wahlverteidigerin (eine andere Aktivistin) begründen.

Wir haben ein wenig über den Prozess getwittert. Heute wollen wir den Inhalten Raum geben. Es gab vor dem Amtsgericht eine Solikundgebung vom Bündnis Recht auf Stadt. Wir veröffentlichen zwei Redebeiträge.

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